GTA 6 – Rockstar nennt neue Gameplay-Details zu Duo, Welt und Körper-Systemen
Rockstar Games hat in einem ungewöhnlich offenen Gespräch mit dem Magazin DAZED neue Details zu Grand Theft Auto VI geteilt und dabei überraschend konkret über Gameplay-Systeme gesprochen. Begleitend dazu sind frische Screenshots erschienen, doch spannender als jedes Bild sind die Mechaniken, die das Studio für die offene Welt von Leonida und Vice City verspricht.
Im Mittelpunkt stehen zwei große Leitideen: eine spürbar reaktivere Welt und ein Duo, das nicht nur erzählerisch, sondern auch spielerisch deutlich enger verzahnt sein soll als bisher. Dazu kommen körperliche Systeme, ein ausgefeiltes Modekonzept und eine NPC-Dichte, die Rockstar selbst als neue Messlatte bezeichnet.
Zusammenspiel von Jason und Lucia
Wie funktioniert das Wechseln zwischen Jason und Lucia? Laut den Entwicklern könnt ihr Grand Theft Auto VI entweder als Paar im Team spielen oder euch bewusst aufteilen und getrennte Aktivitäten verfolgen. Ein konkretes Beispiel aus dem Interview: Während ihr als Jason über den Highway cruist, wechselt ihr zu Lucia auf dem Beifahrersitz und scrollt parallel durch das Ingame-Handy.
Wichtig dabei: Rockstar bestätigt funktionierende Social-Media-Feeds innerhalb des Spiels. Das deutet darauf hin, dass das Smartphone nicht nur Menü- und Missionstool ist, sondern stärker als Alltags- und Welt-Interface gedacht ist, das euch mit Trends, Reaktionen und Inhalten aus Vice City und dem Umland versorgt.
Welche Auswirkungen haben Entscheidungen auf die Beziehung und die Story? Rockstar spricht von einem System, das an die Ehre-Mechanik aus Red Dead Redemption erinnert. Entscheidungen sollen größere Auswirkungen haben als in früheren Rockstar-Titeln. Das klingt nach spürbaren Konsequenzen im Umgang mit NPCs, im Ruf der Figuren und womöglich auch in der Dynamik zwischen Jason und Lucia, je nachdem, wie ihr euch verhaltet.
Körper, Schlaf und ein Mode-System mit Anspruch
Welche Body-Systems kehren zurück? Die Reaktion der Körper auf Lebensstil-Entscheidungen ist wieder Teil des Gameplays. Wer viel isst, nimmt zu, wer trainiert, baut Muskeln auf. Neu beziehungsweise stärker betont wird außerdem, dass auch zu wenig Schlaf Einfluss auf Jason und Lucia hat. Das macht Routinen wie Essen, Sport und Erholung deutlich relevanter für den Spielfluss.
Wie wichtig wird Kleidung in Grand Theft Auto VI? Rockstar beschreibt eine Art Mode-Ökosystem, das von der in Miami ansässigen Stylistin Jillian Carr mitgeprägt wurde. Ziel sei es, Geschmack, Lifestyle, Wohlstand und Individualität der Region abzubilden. Versprochen wird mehr optische Vielfalt als in jedem früheren Rockstar-Spiel.
Spannend ist auch der regionale Ansatz: Leonida soll aus vielen Mikro-Umgebungen bestehen, die sich nicht nur optisch, sondern auch bei Bewohnern und deren Auftreten unterscheiden. Vice Citys Klein-Kuba soll sich demnach komplett anders anfühlen als der Mount-Kalaga-Nationalpark, inklusive anderer NPC-Typen und passenderer Outfits und Stile.
Reaktivere Welt und konsequentere Konsequenzen
Was bedeutet eine geerdetere und reaktivere Open World? Rockstar nennt die Welt von Grand Theft Auto VI geerdeter und reaktiver als zuvor. Kernpunkt: Eure Aktionen sollen häufiger Konsequenzen auslösen. Dinge, die früher keinen großen Polizeieinsatz nach sich gezogen hätten, können jetzt auffallen und Ärger bringen.
Im Interview beschreibt das Team außerdem, dass man alte Spiele kritisch analysiere und gezielt dort weiterentwickle, wo Zeit, Ressourcen oder Technik früher Grenzen gesetzt hätten. Vieles sei iterativ, also Feintuning nach Gefühl, basierend darauf, was in der Praxis funktioniert.
Wir schauen kritisch auf unsere früheren Spiele und überlegen, wo wir uns weiterentwickeln wollen, weil uns früher Zeit, Ressourcen oder technische Möglichkeiten gefehlt haben oder wir Dinge nicht tief genug bedacht haben. Vieles ist iterativ, wir passen nach Gefühl an, je nachdem, was funktioniert und was nicht.
Neue Tools, dichtere NPCs und mehr lokale Authentizität
Wie will Rockstar die Detaildichte steigern? Rockstar spricht von neuen Tools und Pipelines, um die bisher detaillierteste und vielfältigste Bevölkerung zu liefern. Für mehr Authentizität wurden über 50 echte Street-Artists engagiert, die Murals für Orte wie Vice Citys Stockyard entworfen haben, das an Wynwood in Miami angelehnt ist.
Welche Teams arbeiten an welchen Systemen? Besonders interessant sind die Einblicke in die Spezialisierung innerhalb des Studios: Die Abteilung für Fahrzeug-Handling soll aus echten Racern bestehen, während Rockstar LA laut Interview vollständig auf NPCs fokussiert ist. Das passt zur Ansage, dass nicht nur Grafik, sondern vor allem Verhalten, Dichte und Glaubwürdigkeit der Menschenmenge der nächste große Sprung sein soll.
Rockstar macht dabei auch klar, dass der Erwartungsdruck groß ist, intern wie extern, man ihn aber als Privileg versteht und vor allem abliefern will.
Es ist intern und extern viel Druck, aber dieser Druck ist letztlich ein Privileg. Wir wollen für unser Publikum abliefern.
Welche der neuen Systeme klingt für euch am spannendsten: das Paar-Gameplay, die stärkeren Konsequenzen in der Welt oder das Mode-Ökosystem? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.




