GTA 6

GTA 6 – Warum die Bewegung trotz stabiler 30 FPS manchmal stottert

Grand Theft Auto VI wirkt in allem, was Rockstar bislang gezeigt hat, wie ein technischer Meilenstein. Umso spannender ist eine Beobachtung, die sich durch Trailer 1, Trailer 2 und den jüngsten Extended Look zieht: Trotz stabiler Bildrate fühlt sich die Bewegung in bestimmten Momenten nicht so sauber an, wie man es von einem Prestige-Release erwarten würde.

Gemeint ist kein klassisches Ruckeln durch Leistungseinbrüche, sondern ein subtiler Effekt, der erst auffällt, wenn man gezielt darauf achtet. Danach lässt er sich allerdings nur schwer wieder ignorieren.

Das konkrete Problem bei der Bewegung

Was ist das technische Problem bei Grand Theft Auto VI? Laut Analysen von Digital Foundry zeigt Grand Theft Auto VI ein Problem beim Zusammenspiel aus Animation, Kamera und Bildausgabe. Obwohl das Material eine sehr konstante 30-FPS-Ausgabe nahelegt, wirkt die Bewegung bei Kameraschwenks oder beim Laufen der Figuren stellenweise ungleichmäßig.

Der Eindruck ist dabei tückisch: Auf dem Papier scheint die Bildrate zu stimmen, trotzdem sieht es zeitweise so aus, als würde das Spiel unter 30 FPS laufen. Das kann sowohl in Zwischensequenzen als auch im Gameplay auftreten.

Besonders auffällig wird es, wenn die Kamera nicht schnell, sondern langsam und gleichmäßig geschwenkt wird. Ein Beispiel aus dem Extended Look ist der Gang von Jason in einen Club: Der Stick wird sichtbar sanft bewegt, aber die Kamerabewegung wirkt nicht entsprechend kontinuierlich.

Warum das Fans so nervt

Warum wirkt das Spiel trotz stabiler 30 FPS manchmal ruckelig? Genau diese Diskrepanz macht das Thema so ärgerlich. Viele verbinden eine stabile Bildrate automatisch mit „butterweicher“ Bewegung. Wenn das Bild trotzdem ein leicht stotterndes Motion-Gefühl erzeugt, wirkt es wie ein Performance-Problem, obwohl es eigentlich ein Timing- oder Synchronisationsproblem sein könnte.

Gerade bei einem Spiel, das über Atmosphäre, filmische Inszenierung und präzise Charakteranimationen verkauft wird, fällt so ein Makel stärker auf als bei einem weniger ambitionierten Projekt. Und er betrifft ausgerechnet den Teil, den man permanent vor Augen hat: Kamera und Bewegung.

Ein bekanntes Muster bei Rockstar

Welche Rockstar-Spiele hatten ähnliche Probleme? Das Thema ist nicht neu. Auch Grand Theft Auto V und Red Dead Redemption 2 werden immer wieder mit vergleichbaren Unregelmäßigkeiten bei Kamera-Pacing und Bewegungsdarstellung in Verbindung gebracht, inklusive PC-Versionen und späterer Neuauflagen.

Spannend ist dabei: Höhere Bildraten gelten nicht automatisch als Heilmittel. Selbst wenn Grand Theft Auto VI zusätzlich einen 60-FPS-Modus bekommen sollte, wäre damit nicht garantiert, dass dieser spezielle Effekt verschwindet, weil es nicht zwingend ein reines Leistungsproblem ist.

Das könnte auf ein grundlegendes Timing- oder Synchronisationsproblem zwischen Animation und Frame-Updates zurückgehen und angesichts der langen Historie in Rockstar-Projekten ist es unwahrscheinlich, dass es bis zum Launch gelöst wird.

Die Vermutung lautet, dass es sich um eine Eigenheit der RAGE-Engine handeln könnte, also um ein tief sitzendes Systemthema, das sich nicht mal eben mit einem Patch „glattziehen“ lässt.

Warum sich das bis zum Release kaum ändern dürfte

Wird Rockstar das Kamera-Problem bis zum Launch noch beheben? Das Problem ist in Material aus unterschiedlichen Entwicklungsphasen zu sehen, verteilt über mehrere Jahre, und taucht trotzdem immer wieder auf. Wenn eine solche Eigenheit sich über Generationen und mehrere große Releases zieht, spricht vieles dafür, dass sie entweder extrem schwer zu beheben ist oder bewusst in Kauf genommen wird, weil andere Prioritäten wichtiger sind.

Hinzu kommt: Grand Theft Auto VI befindet sich sichtbar in einer sehr späten Produktionsphase. In dieser Zeit werden zwar noch Bugs gefixt, Feintuning betrieben und Optimierungen vorgenommen, aber grundlegende Engine- und Timing-Fragen sind traditionell die riskantesten Baustellen. Wer hier zu spät zu tief eingreift, riskiert Nebenwirkungen an anderer Stelle.

So oder so bleibt der Eindruck: Rockstar wird wieder ein Ausnahmespiel abliefern, aber diese kleine Unsauberkeit in der Bewegungsdarstellung könnte als hartnäckiges RAGE-Markenzeichen erneut mit durchrutschen.

Wie stark stört euch so ein Kamera- und Animations-Pacing-Problem im Alltag, und würdet ihr dafür sogar lieber andere grafische Features opfern? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.

Alfred R.

Alfred ist passionierter GTA-Kenner, Autoliebhaber und selbsternannter „CEO of Los Santos“. Seit fast 30 Jahren begleitet er die GTA-Reihe aktiv und bringt seine Erfahrung aus hunderten Spielstunden in seine Artikel ein. Wenn er nicht gerade mit fünf Sternen auf der Flucht ist oder getunte Sportwagen über den Asphalt jagt, schreibt er mit Leidenschaft über Fahrzeuge, Missionen und Geheimnisse der GTA-Welt. Lieblingsauto: Pegassi Zentorno (real oder digital – beides wäre top)

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