GTA 6

GTA 6 als Fundament – Rockstar will künftige Spiele deutlich schneller bauen

Die Entwicklung von Grand Theft Auto VI war lang, teuer und für viele Fans gefühlt eine Ewigkeit. Umso spannender ist jetzt eine neue Aussage aus dem Umfeld von Rockstar Games: Laut einem Bericht von Bloomberg-Journalist Jason Schreier soll Grand Theft Auto VI dafür sorgen, dass Rockstars nächstes Spiel deutlich schneller fertig wird als der aktuelle Blockbuster.

Senior-Mitarbeitende, die Schreier für seinen Report interviewt hat, sollen intern klar machen: Der nächste große Titel soll nicht wieder acht Jahre verschlingen. Und dieses Mal klingt das nicht nur nach Wunschdenken, denn Rockstar habe im Zuge von Grand Theft Auto VI die eigene Produktion grundlegend modernisiert.

Neue Grundlage für zukünftige Spiele

Warum soll es nach Grand Theft Auto VI schneller gehen? Laut den Aussagen aus dem Senior-Staff sieht Rockstar Grand Theft Auto VI als eine Art Fundament, auf dem künftige Inhalte und Projekte deutlich effizienter aufgebaut werden können. Der Gedanke dahinter: Wenn Engine, Tools und Workflows einmal auf dem neuesten Stand sind, muss das Rad beim nächsten Spiel nicht erneut komplett neu erfunden werden.

Phil Hooker, Director of Technology bei Rockstar North, bringt das im Report auf den Punkt und spricht von einem technischen und organisatorischen Unterbau, der künftig mehr Tempo ermöglichen soll.

Die Engine, die Tools und das Team, das wir während dieses Projekts aufgebaut haben, werden es uns erlauben, Dinge schneller zu machen. Ich bin zuversichtlich, dass wir darauf aufbauen können und eher seitwärts als nach oben gehen, um überzeugendere Inhalte zu schaffen.

Die Formulierung ist interessant, weil sie auf eine andere Art von Wachstum hindeutet: weniger immer größere Mammutprojekte, stattdessen smartere Weiterentwicklung auf Basis einer starken technischen Plattform.

Pipeline-Verbesserungen statt kompletter Neustart

Welche Änderungen hat Rockstar an der Entwicklung vorgenommen? Im Kern geht es um die Pipeline, also den gesamten Produktionsprozess von der Content-Erstellung über Tools bis hin zur Integration ins Spiel. Laut den Execs seien hier im Rahmen von Grand Theft Auto VI viele Fortschritte erzielt worden, die sich direkt auf die Dauer künftiger Produktionen auswirken sollen.

Dazu passt auch ein Zitat von Aaron Garbut, Art Director bei Rockstar North. Er betont, dass vieles zwar neu aufgebaut wurde, man das aber nach dem Abschluss nicht wieder auseinandernehmen will.

Wir haben bei diesem Projekt viele Dinge grundlegend verändert. Aber jetzt ist es fertig, und wir werden es nicht wieder auseinanderreißen.

Unterm Strich klingt das nach einer klaren Strategie: Einmal hart investieren, dann mehrere Projekte darauf aufsetzen. Genau das ist in der Branche oft der Schlüssel, um große Releases in verlässlicheren Abständen zu schaffen.

Vergleich mit der Ära von Grand Theft Auto III und Vice City

Welcher Vergleich macht Fans besonders Hoffnung? Schreier zufolge wurde als Vergleich intern die Phase rund um Grand Theft Auto III und Grand Theft Auto Vice City genannt. Damals erschienen die Spiele innerhalb eines Jahres, weil ein Großteil der technischen und strukturellen Arbeit bereits mit dem ersten Teil erledigt war und der zweite darauf aufbauen konnte.

Natürlich heißt das nicht, dass wir nun im Jahrestakt neue Open-World-Riesen bekommen. Realistischer ist, dass Rockstar durch das neue Fundament eher schneller zu einem neuen Projekt kommt, sei es eine neue Marke oder die Rückkehr einer klassischen Reihe.

Gerade die Idee, dass ein neues Spiel möglicherweise innerhalb von etwa fünf Jahren realistisch sein könnte, dürfte viele Fans elektrisieren, auch wenn Rockstar selbst im Report vor allem eines betont: Es soll nicht wieder acht Jahre dauern.

Was das für die nächsten Jahre bedeuten könnte

Welche Art von Spiel könnte als Nächstes kommen? Konkrete Details zum nächsten Projekt nennt Rockstar in dem Bericht nicht. Aber die Aussagen legen nahe, dass man künftig stärker auf Weiterentwicklung bestehender Technologie setzt, statt jedes Mal einen kompletten Generationssprung zu erzwingen.

Das könnte sich in mehreren Punkten bemerkbar machen:

  • schnellere Produktion neuer Inhalte, weil Engine und Toolset bereits eingespielt sind
  • kürzere Vorlaufzeiten für ein neues Spiel, weil Workflows und Teamstrukturen stehen
  • mehr Raum für neue Ideen, weil weniger Ressourcen in den reinen Unterbau fließen

Parallel dazu gibt es rund um Grand Theft Auto VI weiterhin viel Bewegung: Zuletzt war in Berichten unter anderem von zusätzlichem Merchandise und einer Kunstinstallation mit Inhalten aus dem Spiel die Rede. Außerdem kursiert ein weiterer Report, laut dem die PC-Version bis März des kommenden Jahres erscheinen könnte.

Wie seht ihr das: Glaubt ihr, dass Rockstar nach Grand Theft Auto VI wirklich wieder in kürzeren Abständen liefern kann, oder sind acht Jahre bei solchen Mega-Produktionen inzwischen einfach normal? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.

Jens A.

Wenn bei GTA der fünfte Wagen brennt und irgendwo ein NPC flucht, ist Jens wahrscheinlich nicht weit. Bei GTAUp kümmert er sich mit viel Herzblut um GTA-News. Er liebt Blockbuster mit Millionenbudget oder eine Indie-Perle mit Retro-Charme. Sein Fachgebiet? Open Worlds, Chaos-Sandboxen und Games, bei denen man "nur mal kurz reinschauen" wollte und dann plötzlich 3 Stunden später noch da sitzt.

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